Ohne Müll in die Zukunft

Nie wieder Müll zu produzieren, ein schöner Gedanke und ein nobles Vorhaben! Jedoch ist das in einer Welt, in der einem der Müll schon als Baby aufgezwungen wird, gar nicht so leicht umzusetzen. Angefangen von Wegwerfwindeln, Schnullern und Plastikspielzeug hin zu Lebensmittelverpackungen, Wattestäbchen und Hochglanzmagazinen. Das sind nur ein paar Beispiele von Müll, der sich um einen scharrt. Ich weiß nicht, wie es euch damit geht, aber mir geht das schon ziemlich lange am Nerv. Nicht nur weil die Mülltonne einfach immer voll ist, sondern weil auch seit jetzt bald vier Monaten eine kleine Karotte auf diesem Planeten lebt, die auch noch eine Zukunft haben sollte. Und die Müllberge auf unserem Planeten sind ein Problem. Das ist ein Fakt, den niemand leugnen kann.

Wir leben auf einem so wunderschönen Planeten, der so viel Schönes bietet und wir zerstören ihn, weil wir unser Brot in schön ansprechendem Plastik eingepackt haben möchten. Ich frag mich, für was bitte? Warum dieser ganze Mist? Können wir nicht ohne ihn leben? Es muss doch eine Alternative für diesen Wahnsinn geben, ich kann und will da nicht mehr mitspielen!

Also wie kann ich denn jetzt etwas ändern?

Ich denke Schritt eins ist es das Problem zu erkennen, dann in sich zu gehen, darüber nach denken, und dann zu handeln und zwar nachhaltig!

Wir haben schon zu Beginn der Schwangerschaft begonnen, in einem Zero Waste-Laden in Wiener Neustadt einkaufen zu gehen und einen guten Teil unserer Lebensmittel dort zu beziehen. Den Rest kaufen wir in einen Bio-Hofladen ein. Ich muss zugeben das Thema ist eingeschlafen. Wir sind zu faul geworden und haben der Bequemlichkeit nachgegeben.
Das wollen wir hiermit ändern! Wir wollen Schritt für Schritt komplett auf Plastik und sonstigen Müll verzichten und uns Alternativen dafür ausdenken. Also ab in eine müllfreie Zukunft!

Die erste Woche möchten wir dokumentieren was wir denn alles an Müll in einer Woche, an der wir „normal“ einkaufen gehen wie bisher, anhäufen. Wir wollen mit diesem Thema ehrlich und offen umgehen und nichts „unter den Tisch kehren“, da es dann wieder viel zu leicht ist ins alte Muster zu fallen. Ich werde alles aufheben, sei es ein Schokoriegelplastik, ein Sojamilchkarton oder das Markerl eines Kleidungsstücks. Am Ende der ersten Woche gibts ein Foto. Danach möchten wir jede Woche, auf Produkte die verpackt sind verzichten und eine unverpackte Alternative dazu finden, wie zB. Margarine, Streichschoko oder Aufstriche usw. . Natürlich wird hier alles aufgeschrieben und dokumentiert.

Ich denke mit Zero Waste, sparen wir nicht nur Müll ein und tun den Planeten was Gutes, sondern setzten auch ein Zeichen gegen den Konsumwahnsinn der uns umgibt und sparen uns dadurch auch noch Geld. Das Thema Zero Waste ist so viel mehr als „nur auf Müll zu verzichten“,  es bedeutet, sich frei von Zwängen zu machen die andere uns auferlegen möchten (Stichwort Werbung). Es beginnt damit und zieht so viele andere Themengebiete mit sich. Man kann sich dem nicht entziehen, einmal angefangen nach zu denken ist die Neugier an neuem Wissen nicht mehr aufzuhalten. Und das ist gut so! Es ist sicher nicht immer ganz einfach, man steht ab und zu  allein da oder wird als SpinnerIn gesehen, aber letzten Endes spürt man ganz tief drin, das man auf einem verdammt guten Weg ist. So jetzt bin ich kurzzeitig abgeschweift, aber ja das war doch noch wichtig zu sagen!

Also nächsten Montag (3.Spet) gibts das erste Müllfoto und ein Update der ersten Woche.
Wenn ihr Lust habt mitzumachen, oder sonstige Ideen oder Kommentare habt freuen wir uns und her damit! 😀

Ich wünsche euch noch einen wunderschönen (letzten??) heißen Sommertag.
Peace, eure Biene

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