Darum geht´s uns am Karottengrün Hof

Da der Karottengrün Hof etwas unkonventionell ist und für den einen oder anderen vermutlich mehr Fragen aufwirft, als er Antworten liefert haben wir beschlossen, die Idee dahinter nochmals auf einem anderen Weg zu erklären.

Was wir „sind“ und was wir „nicht sind“

Für uns steht zu Beginn die Selbstversorgung mit Gemüse ganz klar im Vordergrund. Das bedeutet für uns, so viel Gemüse anzubauen, dass unsere 3-köpfige Familie weitestgehend versorgt ist. Dinge wie Getreide, Reis, etc. möchten wir dabei entweder zukaufen, oder im besten Fall im Tausch gegen Gemüse bekommen. Da wir keine gelernten Landwirte sind, wird dieser Punkt also die ersten Jahre sicherlich die meiste Zeit in Anspruch nehmen. Sobald dieses Ziel erreicht ist, möchten wir dann in weiterer Folge gemeinsam mit euch eine solidarische Landwirtschaft starten, die dann auch das Projekt finanziell tragen soll.

Bei uns wird Gemüse geteilt und nicht verkauft

Dieser Punkt ist uns besonders wichtig, denn wir wollen Lebensmittel von Geld entkoppeln und der Nahrung wieder den Stellenwert geben, den sie eigentlich in unserem Leben haben sollte. Es wird also keinen direkt Gemüseverkauf auf unserem Hof geben. (Stichwort: Ernährungssouveränität)

Das „Tun“ steht im Vordergrund

Wir möchten Dinge wieder selbst in die Hand nehmen und etwas in Bewegung bringen. Das bedeutet für uns einerseits wortwörtlich selbst Hand anzulegen und Ideen und Projekte voller Tatendrang umzusetzen. Sei dies nun auf dem Feld in Form von Gemüseanbau oder anderswo einen Lehmofen aufzubauen. Denn nichts sorgt für einen klareren Kopf als körperliche Arbeit und das Gefühl tatsächlich etwas geschaffen zu haben.

Andererseits bedeutet das „Tun“ für uns auch etwas für die Welt und unsere Gesellschaft zu tun. Raum zu schaffen für kritisches Denken, spannende Diskussionen und einen respektvollen Umgang miteinander. Endlich wieder selbst die eigene Verantwortung wahrzunehmen und zu handeln, anstatt nur über den Status Quo zu granteln.

Wir wollen uns nicht „durchschnorren“

Ganz im Gegenteil, wir möchten abgesehen von Geld alles uns zur Verfügung stehende geben für ein besseres Leben. Ein Leben das für uns wertvoller erscheint als jenes, dass uns die Werbung als „unabdingbar“ verkaufen möchte. Wir möchten unsere Ressourcen für ein sinnerfülltes Leben einsetzen und nicht in klassischen 40 Stunden Jobs dem Traum nach Geld, Autos und Cluburlaub hinterherjagen. Wir wollen unsere eigenen Denkmuster durchbrechen und versuchen ein anderes Leben zu leben. Auch wenn dies bedeutet tagtäglich am Feld und in der Werkstatt Blut, Schweiß und Tränen zu vergießen, so sind wir bereit diese Herausforderung anzunehmen, denn es fühlt sich einfach „richtig“ an für uns.

So viel mehr als eine reine Landwirtschaft

Der Karottengrün Hof soll zwar auch eine solidarische Landwirtschaft betreiben, insgesamt aber so viel mehr als das sein. Es soll ein „kreatives Fleckchen Erde“ werden auf dem Menschen wieder das Kind in sich entdecken und rauslassen können. Ein Ort ohne sinnlose Grenzen und ohne „das darfst du nicht“. Stattdessen soll es ein Ort werden, an dem sich alle mit Liebe, Respekt und Wertschätzung begeben und gemeinschaftlich agieren. Oder mit anderen Worten: „Durchs Reden kommen d’Leut zam!“

Dazu zählt auch, dass wir uns für und durch das Projekt allerlei Wissen aneignen werden und dieses selbstverständlich in weiterer Folge auch mit anderen Leuten teilen möchten und werden. Es soll ein freier Wissensaustausch stattfinden, von dem alle profitieren sollen. Wir möchten andere Menschen inspirieren ihre eigenen Gedankenbahnen und Gewohnheit zu hinterfragen und eventuell zu durchbrechen. Die Welt ist ein bunter und wundervoller Ort voller Vielfalt und genau das ist es, was wir am Karottengrün Hof leben und erlebbar machen wollen.

Du hast noch weitere Fragen?
Dann hinterlasse uns doch am besten einen Kommentar, schreib uns ein Mail oder kontaktiere uns via Facebook! Wir freuen uns über jede Rückmeldung! 🙂

 

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