Das Projekt

Wenn es eine Konstante auf dieser Welt gibt, dann ist es die Veränderung. So hat sich auch unser Projekt über die vergangen Monate stark gewandelt und sich in eine andere Richtung entwickelt als wir es ursprünglich geplant hatten. Versteht uns nicht falsch, das ist definitiv keine schlechte Entwicklung.

Ursprünglich hatten wir geplant eine Art Bauernhof aufzubauen, um gemeinsam mit anderen eine Solidarische Landwirtschaft zu betreiben. Wir wollten gemeinsam mit anderen einen Ort des Miteinanders schaffen, um gemeinsam an einer besseren Welt zu arbeiten. Also was hat sich in den vergangen Monaten geändert und was ist noch übrig geblieben von unseren ambitionierten Zielen?

Zunächst einmal ist unsere Suche nach Land bzw. einem Hof beendet. Wir haben uns entschieden die nächsten Jahre auf einem Pachtgrundstück unser Zelt aufzuschlagen bzw. genauer gesagt unser Mikrohaus. Wir haben uns entschieden mit weniger Fläche arbeiten zu wollen und diese dafür optimal zu nutzen anstatt möglichst groß anzufangen und dann eventuell überfordert zu sein.

Der Plan eine SoLawi aufzubauen ist definitiv abgehackt, denn wir wollen eigentlich nicht Gemüseanbauen mit einem finanziellen Druck dahinter. Das Gärtnern und der Gemüseanbau machen uns großen Spaß und wir wollen diesen Spaß nicht dadurch gefährden, in Zukunft rein davon abhängig zu sein. Stattdessen werden wir unsere Selbständigkeiten weiterführen und simultan dazu unsere Ausgaben, Güter, etc. reduzieren und unsere Zeit in den neuen Garten und in die Babykarotte stecken.

Und ja, diese hat auch dazu beigetragen, dass sich gewisse Ziele geändert haben. War es vor nicht allzulanger Zeit noch eine Option irgendwo im Südburgenland bzw. im tiefsten Waldviertel zu wohnen, so sind wir zum Entschluss gekommen, dass wir das eigentlich nicht möchten. Wir möchten in einer Gegend leben, in der auch andere junge Menschen mit Kindern leben. Wir möchten auch eine ordentlich öffentliche Anbindung nicht missen, denn Wien ist und bleibt vorerst ein wichtiger Teil unseres Lebens.

Die Ziele

  • Uns durch Gemüseanbau zu Teilen selbst zu versorgen.
  • Der Natur ihren eigenen Willen zu lassen.
  • So unabhängig wie möglich von Geld zu werden.
  • Keine Spritzmittel, keine Kunstdünger
  • Den Boden durch natürliche Methoden wieder fruchtbar und lebendig zu machen.
  • Altes Wissen wieder aufleben lassen, bewahren und davon lernen (samenfestes Saatgut, alte Anbaumethoden, so wenig Maschinen wie möglich, etc.) und mit neuem Wissen kombinieren.
  • Nur das Nötigste zu besitzen (Stichwort: Minimalismus)
  • So wenig Abfall wie möglich zu verursachen (Stichwort: Zero Waste)
  • Begriffe wie Nachhaltigkeit und Resilienz tatsächlich zu leben.

Warum "Karottengrün"?

Eine kleine Kurzgeschichte

Nicht unweit von einander wuchsen zwei Karotten heran. Ihre grünen Blätter streckten sich der Sonne entgegen, bis eines Tages der Wind sie zueinander brachte. Sie entdeckten viele Gemeinsamkeiten, wie ihre Liebe zu Humus und Wasser. So wuchs ihre Verbundenheit, bis eines Tages eine kleine Babykarotte zwischen ihnen auftauchte und ihre Welt auf den Kopf stellte. So leben sie nun Tag ein und Tag aus und haben beschlossen ihr Umfeld noch bunter mit allerlei Gemüsesorten zu gestalten.

Sie haben ein großes Vorhaben: Der Traum ist ein Gemüsebeet in dem Alle willkommen sind und die Liebe im Mittelpunkt steht.

Was wir mit dem Begriff "Karottengrün" verbinden